Übungsauswahl: schnell laufen Klasse 3./4.

A   Dreieckssprint (je 12 m Seitenlänge)

Auf Kommando aus der Schrittstellung (vorderer Fuß an der Startlinie) so schnell wie möglich um die Markierungsstangen und über die Ziellinie laufen.
Dreieckssprint 12 m Seitenlänge
 
B   Wendesprint mit Hindernissen (2 x 20 m)

Auf Kommando aus der Schrittstellung mit vorderem Bein an der Linie so schnell wie möglich auf dem Hinweg über vier flach gelegte Kartons (ca. 25 cm Höhe) bei 6 m, 10 m, 14 m, 18 m, Rückweg als Flachsprint.

Wendesprint m. Hindernissen 2x20m
 
 

C   Hindernissprint (35 m)

Aus dem Hochstart mit Schrittstellung; fünf hoch gestellte Kartons (ca. 40 cm Höhe) bei 7 m, 12 m, 17 m, 22 m und 27 m.

Hindernissprint 35 m

 

D   Wendesprint über Hindernisse und mit Slalomlauf (2 x 20 m)

Auf dem Hinweg über vier flach gelegte Kartons (4 m Abstand, ca. 25 cm Höhe), um eine Markierungsstange und dann Rückweg um die Kartons.

Wendesprint über Hindernisse u. Slalomlauf 2x20m

Organisatorische Hinweise:_____________________________________________________

A: Auf rutschfestem Boden, z. B. trockener Rasen, Schulhof, Stadion-Sektor.
Start z. B. durch Handauflegen des Zeitnehmers auf Schulter der Schülerin bzw. des Schülers und Hochheben der Hand.
B/C/D: Möglichst mit zwei parallelen Anlagen auf rutschfestem Boden
(trockener Rasen, markierte Laufbahn).

Erforderliches Material:
A: Drei Markierungsstangen und eine Stoppuhr.
B: Pro Anlage eine Markierungsstange, vier Kartons und eine Stoppuhr.
C: Pro Anlage fünf Kartons und eine Stoppuhr.
D: Pro Anlage vier Kartons, eine Markierungsstange und eine Stoppuhr.

Notwendiges Personal:
A: ein Zeitnehmer
B/D: Pro Anlage ein Helfer. Bei zwei oder mehr Anlagen auch ein Starter.
C: Ein Starter; pro Anlage ein Zeitnehmer.

Vorbereitungsmaßnahmen:
A: Wahl des geeigneten Geländes, Markierung einer Start- und einer Ziellinie.
B/D: Rechtzeitige Beschaffung der Kartons und Markierungsstangen,
Startlinie markieren.
C: Markieren der Start- und Ziellinien, rechtzeitige Beschaffung der Kartons,
evtl. Position der Kartons mit Klebestreifen oder Kreide markieren.

Wertung:
A/B/C/D: Punkteverteilung entsprechend der Laufzeit.

Übungsauswahl: weit/hoch springen Klasse 3./4.

A   Zielsprung

In einen Reifen oder in eine Zone springen. Als Absprungzone (-hilfe) empfehlen sich Fahrradmäntel oder Gymnastikreifen (letztere nur zum Absprung geeignet). Jede Schülerin bzw. jeder Schüler hat insgesamt vier Versuche bei freier Wahl der Landezonen, die Abstände sollten in der Landezone z. B. 2,00 m, 2,50 m, 3,00 m und 3,50 m sein.
Zielsprung
 
B   Mutsprung (Steigesprung über „flache Mauer“)

Anlauf 8 bis 10 m, Steigesprung von der Absprunghilfe (Kastendeckel längs/quer, Sprungbrett und/oder andere Absprunghilfen). Alle Schülerinnen bzw. Schüler fangen beim  einfachsten Hindernis an (ein Karton). Steigerung bei der nächsten Anlaufbahn zwei Kartons; weitere Steigerung: in die Höhe und in die Weite auslegen. Bei Berührung eines Kartons müssen sie zu der vorher einfacheren Station zurück und nochmals ihre „Leistung“ beweisen. Jeder hat insgesamt vier Versuche, Anlauf ca. 10 m, einbeiniger Absprung!


Mutsprung

C   Zonenhochsprung

Springen von einer Absprunghilfe (Kastendeckel quer/längs und/oder Sprungbrett) über ein schräg gespanntes, gut sichtbares Gummiband, das (s. Skizze) in drei Zonen aufgeteilt wird. Jede Schülerin bzw. jeder Schüler fängt bei Zone I an. Jeder hat insgesamt vier Versuche, um die größte Höhe zu erreichen. Hochsprungständer stehen neben der Weitsprunganlage (sichern!). Frontaler Anlauf (5 bis 7 m) und Hocksprung über ein schräges Band. Zonen können durch herabhängendes Absperrband gekennzeichnet werden. Einbeiniger Absprung! Abstand zwischen Absprunghilfe und Gummiband = 0,5 bis 1 m.

 

Zonenhochsprung

 

Organisatorische Hinweise: _____________________________________

A: Ablauf mit Hütchen markieren (ca. 10 m). In Kleingruppen (ca. sieben) den Wettbewerb durchführen. Die Schülerinnen und Schüler können auch aus einer 80 cm gut sichtbar markierten Absperrzone springen, falls nicht genügend Reifen vorhanden sind.
C: Ständer sichern. Abstand der Absprunghilfe zur Schnur ca. 0,5 bis 1 m (nach Leistungsstand der Klasse).

Erforderliches Material:
A: Acht gleich große Fahrradmäntel (oder vier Fahrrad- und vier Gymnastikreifen), Rechen, Messband.
B: Entsprechende Absprunghilfen (Kastendeckel/Sprungbrett), Hütchen für Ablaufmarkierung, sechs Kartons (z. B. Bananenkartons), Reservekartons bereithalten! Zwei Rechen.
C: Hochsprunganlage, Zauberschnur, Absperrband,  Absprunghilfe oder Sprungbrett (einbeinig abspringen).

Notwendiges Personal:
A/B/C: Ein Lehrer und ein bis drei Helfer.

Vorbereitungsmaßnahmen:
A: Fahrradmäntel eben in Sprunggrube auslegen (keine harten Reifen wie Holz- oder Plastikreifen verwenden).
B: Sprunggrube präparieren, Kartons nach Plan aufstellen, Ablaufmarkierungen aufstellen.
C: In Kleingruppen üben.

Wertung:
A: Landung im Reifen-Berührung des „hinteren“ Endes des Reifen = ungültig.
Weiteste Landezone wird gewertet, z. B. 2 m = 1 Punkt, 2,50m = 2 Punkte, 3m = 3 Punkte, 3,50m = 4 Punkte.
B: Jeder gültige Sprung wird gewertet. Alle fangen bei der einfachsten Zone an.
Ein Karton = 1 Punkt, zwei Kartons = 2 Punkte, drei Kartons = 3 Punkte.
Maximal 9 Punkte möglich.
C: Höhe von 0,80 bis 1,20 m (Schräge)-Zone I = 1 Punkt, Zone II = 2 Punkte, Zone III = 3 Punkte. Jede übersprungene Zone wird gewertet. Berührung =
ungültig. Maximal 9 Punkte möglich.

Übungsauswahl: weit werfen/stoßen Klasse 3./4.

A   Zielweitwurf übers Tor

Werfen (Schlag-/Kernwurf) aus Zonen (individuell beginnen) über das Tor.
Wurfgeräte: Moosgummiball, Tennisball oder Flatterball.
Vier Versuche.

Zielweitwurf übers Tor
 
 

B   Zonenweitwurf über Höhenorientierer (z.B. Tor)

Werfen (Schlag-/Kernwurf) von einer Wurflinie 5 m von dem Höhenorientierer (z. B. Tor) entfernt, über diesen hinweg in Zonen. Wurfgeräte: Wurf-Stab/Wurf-Holz, Flatterball oder 80-g-Ball.
Vier Versuche.

Zonenweitwurf über Höhenorientierer


 

C   Medizinballstoß (1 kg)

Beidhändiger Stoß eines Medizinballes aus dem Angehen und der Schrittstellung von einer Abstoßlinie in Zonen.
Vier Versuche.
Medizinballstoß 1 kg

 

Organisatorische Hinweise: _____________________________________

A: Vier Wurfzonen mit unterschiedlichen Abständen vom Ziel.
B: Unterschiedliche Zonen hinter dem Tor.

Erforderliches Material:
A: Zauberschnur, Bälle wie oben genannt.
B: Wurfgeräte, Schnüre.
C: Zonensperrbänder, Medizinbälle (1 kg).

Notwendiges Personal:
A/B/C Ein Lehrer.

Vorbereitungsmaßnahmen:
A: Zunächst freies Werfen in die Höhe, Schlag- Kernwurf üben.
B: Zunächst freie Wurfversuche mit den verschiedenen Geräten in die Höhe
und in die Weite.
C: Druckstoß (beidhändig) in die Höhe.
Wertung:
A: Addition der Entfernungspunkte.
B: Addition der Entfernungspunkte.
C: Addition der Zonenpunkte.

Übungsauswahl: ausdauernd laufen Klasse 3./4.

A   Lauf über 10 Minuten

Langsamer Lauf im Stadion- oder Schulgelände mit Stellen von Suchaufgaben (Vorbereitung auf einen Orientierungslauf). Vorschlag: In jeder Runde eine andere Station aufsuchen   Nacheinander laufen lassen.

Lauf über 10 Minuten
B  „Transportlauf“

Laufen im Karree (z.B. Schulhof), die Eckpunkte sind 50 bis 80m voneinander entfernt. Die Gesamtlaufstrecke sollte 1200–2000m betragen. Als Transportmittel können Gummiringe, Bierdeckel oder Wäscheklammern verwendet werden, die jeweils am Ende jeder Runde an die Läufer übergeben werden. (ohne Gehpause!)
Vorschlag: bei größeren Runden(ab 200m) zwei Stationen einrichten.

Transportlauf 

C   Stadion-Cross
Lauf im Stadiongelände mit verschiedenen Anforderungen: über Treppen, über  Hochsprung-Matte, durch die Weitsprunganlage o. ä. – Laufstrecke ca. 1 200 m.

Stadion-Cross


Organisatorische Hinweise: _____________________________________

A: Beispielsweise pro Station eine Aufgabe stellen, die zum Schluss ein Lösungswort ergibt (auch Zahlenrätsel). Strecke muss so gewählt werden, dass sie in 10 Minuten nur einmal durchlaufen wird.
B: An der Station wird dem Läufer pro gelaufene Runde ein Gegenstand übergeben.
C: Nur die natürlichen Hindernisse des Sportplatzes nutzen.

Erforderliches Material:
A: Pro Station und pro Schülerin bzw. Schüler eine Aufgabe.
B: Pro Schüler Gegenstände (Bierdeckel, Wäscheklammern, Gummiringe)
entsprechend der zu laufenden Runden bereithalten
C: Keines (den natürlichen Gegebenheiten angepasst).

Notwendiges Personal:
A: Eine Person pro Station für Kontrolle, eine Person am Ziel (Einlauf).
B: Ein Gesamtleiter; an der Station zwei bis vier Helfer (abhängig von der Läuferzahl)
C: Eine Person für den Zieleinlauf.

Vorbereitungsmaßnahmen:
A: Suchaufgaben und Lösungen üben.
B: Läufe von einer bis fünf Runden um ein Karree.
C: Viele Läufe im Gelände!

Wertung:
 A 3 Punkte: 10 Minuten gelaufen (alle Aufgaben gelöst)
    2 Punkte: 10 Minuten gelaufen (mehr als die Hälfte  der  Aufgaben gelöst) 
    1 Punkt: 10 Minuten gelaufen (weniger als die Hälfte gelöst);
              0 Punkte: nicht angetreten/aufgegeben

B Anzahl der "Transporte" auf der ohne Gehpause zu laufenden Strecke.Wer aufhört zu laufen, kann keine weiteren Gegenstände sammeln. Es zählen die bis dahin gesammelten Transportmittel.

 C 3 Punkte komplett durchlaufen
   2 Punkte mehr als 50 % der Strecke durchlaufen
   1 Punkt weniger als 50 % der Strecke durchlaufen
   0 Punkte nicht angetreten

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Kultusminister Konferenz
Deutsche Sportjugend