Handbuch

Übungsauswahl: weit/hoch springen Klasse 5./6.

A   Additionszonenweitsprung

Jeweils zwei Sprünge mit und ohne Sprunghilfe (Kastendeckel, Sprungbrett) in die Sprunggrube. Die besten Zonenpunktzahlen aus den Sprüngen mit und ohne Absprunghilfe werden addiert. Erst zwei Sprünge mit Absprunghilfe; dann ohne Absprunghilfe aus einer Zone (80cm) oder Fahrradmantel (siehe Klasse 3./4., Zielsprung). Zonen-Abstände z. B. 2,50 m, 3,00 m, 3,50 m, 4,00 m.

 Additionszonenweitsprung

 

B   Watussisprung *

Aus dem Frontalanlauf einbeiniger Absprung von Absprunghilfe auf Hochsprungmatte oder in gut präparierte Weitsprunggrube. Gemessen wird: gesprungene Höhe minus Körpergröße = „Leistung“.  Sprungstil: Hocksprung oder Schersprung. Steigerung 5 cm Höhe, Sprung über ein Gummiband oder eine Hochsprunglatte. Jede Schülerin bzw. jeder Schüler darf  nsgesamt viermal springen.
* Watussi: Ein Stamm aus Afrika (Ruanda). Bei den Watussi gilt es als ein besonderes Zeichen, die eigene Körpergröße zu überspringen.
 

Watussisprung
C   Stabweitsprung („Wassergraben“-Weitsprung)

Soll als „Schnupperangebot“ eingeführt werden. Von einem zwei- oder dreiteiligen Kasten soll ein „Wassergraben“ (s. Klasse 1./2., „Wassergraben“-Weitsprung) mit einem starren Stab (z.B. Bambus) überwunden werden.
Stabweitsprung


Organisatorische Hinweise: _____________________________________

A: Bei entsprechenden Anlagen kann von der Grubenquerreihe gesprungen werden.
B: Schülerinnen und Schüler vor Wettkampf messen, Messlatte vorbereiten.
C: Als zusätzliches Angebot, auch in Gruppenform.

Erforderliches Material:
A: Absprunghilfen (Kastendeckel, Sprungbrett), Absperrband, Gummiband, Holzpflock o. ä., Fahrradmäntel, Rechen,  Messband.
B: Absprunghilfe, Hochsprungmatte, Gummiband oder Hochsprunglatte, Messlatte.
C: Treppe (Kasten zwei- oder dreiteilig), Reifen (Einstich), Stab.

Vorbereitungsmaßnahmen:
A: Grube präparieren, Absperr-/Gummibänder mit Holzpflöcken o. ä. fixieren.
B: In der Klasse können die Schülerinnen und Schüler schon ca. eine Woche vorher gemessen werden. Sprunggrube gut vorbereiten, ggf. Matte.
C: Auch in der Halle auf Matte (Weichboden) springen.

Notwendiges Personal:
A/B: Ein Lehrer und zwei Helfer.
C: Lehrer und Helfer sichern beim Einstich durch den Griff an den Stab.

Wertung:
A: Zonenabstände z.B. bis 2,50 m = 1 Punkt,
2,50 m bis 3,00 m = 2 Punkte,
3,00 m bis 3,50m = 3 Punkte,
über 3,50 m = 4 Punkte
Übersprungene Zone zählt, Fußabdruck zählt. Minimale Punktzahl 2 Punkte, maximale Punktzahl 10 Punkte bei 5 Zonen wie in obigem Beispiel!
B: Der Versuch ist ungültig, wenn die Latte fällt bzw. das Gummiband berührt wird.
Beispiel:
a) Übersprungene Höhe = 1,35 m Körpergröße = 1,52 m;
Leistung = – 0,17 m (Minus-Leistung)
b) Übersprungene Höhe = 1,65 m Körpergröße = 1,52 m;
Leistung = + 0,13 m (Plus-Leistung)
Die Plus-Leistung ist die bessere Leistung.
C: Nur als Schnupperangebot
(Differenzierung gemeistert oder nicht gemeistert).
gemeistert = 3 Punkte,
nicht gemeistert, aber angetreten = 1 Punkt,
nicht angetreten = 0 Punkte
.