Übungsauswahl: schnell laufen Klasse 7./8.

A   60-m-Sprint aus Hoch- bzw. Tiefstart

Auf Kommando (bei Hochstart nur „Auf die Plätze“ und „Los“, bei Tiefstart dazwischen mit „Fertig“).

60-m-Sprint aus Hoch- bzw. Tiefstart
 
 

B   Wendesprint mit Hindernissen (2 x 30 m)

Aus dem Hochstart (Schrittstellung) mit Kommando. Hinweg über vier hoch gestellte Kartons oder  Kinderhürden (6 m Abstand, ca. 40 cm Höhe) bei 8 m, 14 m, 20 m, 26 m, Rückweg als Flachsprint.


Wendesprint m. Hindernissen 2x30 m
 
 

C   Hindernissprint (50 m)

Aus Hoch- oder Tiefstart mit Kommando (bei Hochstart nur „Auf die Plätze“ und „Los“, bei Tiefstart dazwischen mit „Fertig") über sechs hochgestellte Kartons oder Kinderhürden (6 m Abstand, ca. 50 cm Höhe) bei 8 m, 14 m, 20 m, 26 m, 32 m und 38 m.


Hindernissprint 50 m


 

Organisatorische Hinweise:_____________________________________________________

A: Möglichst zwei oder mehr Schülerinnen bzw. Schüler gleichzeitig laufen lassen; auf rutschfesten Boden achten.
B: Möglichst mit zwei bzw. drei Anlagen auf rutschfestem Boden, Kartons sollten stabilisiert werden (z. B. mit Kleidungsstücken, Schuhen oder Klötzchen).
C: Möglichst mit zwei parallelen Anlagen auf rutschfestem Boden, evtl. müssen Kartons stabilisiert werden (bei Wind), z. B. mit Kleidungsstücken, Schuhen oder Klötzchen.

Erforderliches Material:
A: Pro Schülerin bzw. Schüler eine Stoppuhr, evtl. eine Startklappe.
B: Pro Anlage vier Kartons (bzw. Kinderhürden), eine Markierungsstange und eine Stoppuhr.
C: Pro Anlage sechs Kartons (bzw. Kinderhürden) und eine Stoppuhr, evtl. ein Startblock.

Notwendiges Personal:
A: Ein Starter und pro Schülerin bzw. Schüler ein Zeitnehmer.
B: Pro Anlage eine Helfer.
C: Ein Starter und pro Läuferin bzw. Läufer ein Helfer.

Vorbereitungsmaßnahmen:
A: Evtl. Beschaffung von Startblöcken.
B: Markierung der Startlinie und der Position der Kartons (Kinderhürden) mit Kreide, Klebeband oder Hütchen, rechtzeitige Beschaffung des Materials.
C: Markierung der Start- und der Ziellinien, Beschaffung der Kartons, evtl. Beschaffung von kleinen Holzklötzchen.

Wertung:
A/B/C: Stoppen der Laufzeit; die Punkteverteilung erfolgt nach der Platzierung; d.h. der Erste erhält 1 Punkt, der Zweite 2 Punkte usw.


 

Übungsauswahl: weit/hoch springen Klasse 7./8.

A   Zonenweitsprung

Schülerinnen und Schüler können viermal (zweimal rechtes Bein und zweimal linkes Bein) aus der Absprungzone (Bänder oder Fahrradmantel) in die Weitsprungzone springen. Zonenabstände z. B. 2,50 m; 3,50 m; 4,50 m.

Zonenweitsprung

B   Risikohochsprung

Jede Schülerin bzw. jeder Schüler hat die Möglichkeit, vier Sprunghöhen anzugeben, die sie bzw. er überspringen will. Insgesamt hat sie bzw. er aber auch nur vier Versuche, die höchste Höhe zu überspringen. Sprungtechnik: einbeiniger Absprung, Technik beliebig.(kein Frontalanlauf!). Möglichst auf Absprunghilfe verzichten!


Risikohochsprung

C   Watussisprung *

Frontalanlauf mit einbeinigem Absprung von Absprunghilfe auf Hochsprungmatte oder in gut präparierte Weitsprunggrube. Gemessen wird: gesprungene Höhe minus Körpergröße = „Leistung". Sprungstil: Hocksprung oder Schersprung. Steigerung 5 cm Höhe, Sprung über ein Gummiband oder eine Hochsprunglatte. Jede Schülerin bzw. jeder Schüler darf insgesamt viermal springen.
* Watussi: Ein Stamm aus Afrika (Ruanda). Bei den Watussi gilt es als ein besonderes Zeichen, die eigene Körpergröße zu überspringen.
 

 

Watussisprung 

D   Stabhoch-Weitsprung (als Schnupperangebot)

Vom zwei- oder dreiteiligen Kasten über gut sichtbares Gummiband springen. Drei Höhen werden vorher festgelegt und angeboten.


Stabhoch-Weitsprung

Organisatorische Hinweise: 

C: Schülerinnen und Schüler vor Wettkampf messen, Messlatte vorbereiten.    
Erforderliches Material:
A: Entsprechende Anzahl von Fahrradmänteln, Absperr-/Gummiband, Rechen, Messband.
B: Hochsprungmatte, Messlatte, Hochsprunglatte
C: ggf. Hochsprungmatte, Absprunghilfe, Gummiband oder Hochsprunglatte, Messlatte.
D: Treppe (Kasten zwei- oder dreiteilig), Reifen (Einstich), Stab und Hochsprungständer mit Gummiband.
Notwendiges Personal:
A/B/C: Ein Lehrer und zwei Helfer.
D: Ein Lehrer oder ein Helfer sichern beim Einstich durch den Griff an den Stab.
Vorbereitungsmaßnahmen:
A: Sprunggrube präparieren, Zonen vorbereiten.
B: Halle > Matte (Weichboden).
C: In der Klasse können die Schülerinnen bzw. Schüler schon ca. eine Woche vorher gemessen werden. Sprunggrube gut vorbereiten, ggf. Matte.
D: Auch in der Halle auf Matte (Weichboden) springen.  
_______________________
A: Zonenabstände: z. B.
bis 2,50 m = 1 P, 2,50 m bis 3,50 m = 2 P,
3,50 m bis 4,50 m = 3 P, über 4,50 m = 4 P.    

Die Punkte des jeweils besten Sprunges mit dem rechten und linken Absprungbein werden addiert.
B: Überspringt die Schülerin bzw. der Schüler jeweils im ersten Versuch 1,10 m und 1,25 m, scheitert mit dem ersten Versuch bei 1,30 m, kann sie bzw. er nochmals die 1,30 m versuchen oder auch gleich die 1,50 m. Schafft sie bzw. er die 1,30 m, werden
diese gezählt, da es der vierte Sprung war. Schafft sie bzw. er die 1,50 m, werden diese gewertet. Werden beide Höhen gerissen, wird die letzte übersprungene Höhe gewertet, in unserem Falle 1,25 m.

C: Der Versuch ist ungültig, wenn die Latte fällt bzw. das Gummiband berührt wird.
Beispiel:
a) Übersprungene Höhe =1,35 m, Körpergröße = 1,52 m;
Leistung = – 0,17 m (Minus-Leistung).
b) Übersprungene Höhe =1,65 m, Körpergröße = 1,52 m;
Leistung = + 0,13 m (Plus-Leistung).
Die Plus-Leistung ist die bessere Leistung.

D: Die Höhe und die Weite werden addiert:
Höhe 0,80 m = 1 Punkt; 1,00 m = 2 Punkte,
1,20 m = 3 Punkte.
Weite bis 2,00 m = 1 P.; 2,00 m bis 3,00 m = 2 P,
3,00 m bis 4,00 m = 3 P, über 4,00 m = 4 P


 

Übungsauswahl: weit werfen/stoßen Klasse 7./8.

A   Gedrehter Wurf

Werfen aus einer Körperdrehung (1/2 oder 3/4-Drehung) in Zonen. Wurfgeräte: Schleuderball (kurze Schlaufe),  Fahrradmantel, Wurf-Stab/Wurf-Holz,Tennisring oder Ball im Ballnetz. Vier Versuche.
 

Gedrehter Wurf

  

B   Kugelstoßen (3 kg)

Stoßen einer 3-kg-Kugel aus dem Angehen (im Wechselschritt) in Zonen. Vier Versuche.
Kugelstoßen 3 kg
 
 
C   Weitwurf (Schlagwurf)

Werfen (Schlag-/Kernwurf) aus drei Schritten heraus in Zonen. Wurfgeräte: Nockenball (400 g), Vollgummiball (200 g bis 400 g), Wurfball (200 g), Wurf-Stab oder Flatterball. Vier Versuche.

Weitwurf (Schlagwurf)

 


Organisatorische Hinweise: _____________________________________

A: Sicherheitszone (freies Feld).
B: Der Stoß muss von einem festen Untergrund erfolgen
(Asphaltstreifen o. ä.). Absperrung der Sicherheitszonen.
C: Auch als Additionswettbewerb mit zwei verschiedenen Geräten möglich.

Erforderliches Material:
A: Wurfgeräte, Bänder.
B: Kugeln (3 kg), Absperrbänder, Bodenmarkierungen (Leinen).
C: Wurfgeräte wie oben.

Notwendiges Personal:
A: Ein Lehrer.
B/C: Ein Lehrer und ein Helfer.

Vorbereitungsmaßnahmen:
A: Umgangserfahrungen mit den verschiedenen Wurfgeräten.
Beherrschen der verschiedenen Geräte.
B: Umgang mit der Kugel (Handhaltung, Ellenbogen, Lage der Kugel am Hals,
Stoß aus den Beinen).
C: Umgangserfahrungen mit den Geräten. Ablauf der Anlauf-, Impuls- und
Stemmbewegung üben.

Wertung:
A: Addition der Zonenpunkte.
B: Addition der Zonenpunkte.
C: Addition der Zonenpunkte.

Übungsauswahl: ausdauernd laufen Klasse 7./8.

A   Lauf über 30 Minuten

Die Bedingungen zur Abnahme des DLV-Laufabzeichens beinhalten einen Dauerlauf mit individuellem Tempo ohne
Pause. Laufen nicht auf der Rundbahn.

Lauf über 30 Minuten
   

B  „Transportlauf“

Je nach Rundenlänge laufen die Schülerinnen bzw. die Schüler die ersten zwei bis drei Runden ohne Transport. Dann erhalten sie z.B. einen Bierdeckel, auf den sie dann fortlaufend an den Stationen Wäscheklammern sammeln und diese auf den Bierdeckel stecken bis zum Ende der vorgegebenen Laufzeit (8 bis 10 Minuten).

Transport-Lauf
  

C   Schul-Meile
(Namen der betreffenden Schule einsetzen)
Lauf über 1.609 m.

Schul-Meile
   

D   Lauf-Rallye
Lauf im gesamten Sportplatzgelände, mit Posten und Lauf über Hindernisse, Dauer mindestens 15 Minuten.
Lauf-Rallye

Organisatorische Hinweise: _____________________________________

A: Am Besten auf der Rasenfläche eines Sportplatzes laufen (keine Runden).
B: Gemeinsamer Start.
C: Kinder dürfen keine Uhren tragen, Laufgebiet muss überschaubar sein, keine Runden laufen.
D: Strecke gut markieren (Kreide oder Absperrband),
keine Hindernisse, keine Treppen.

Erforderliches Material:
B: Neben dem oben genannten Beispiel eignen sich als Transportmittel auch Gummiringe, die über den Unterarm gestreift werden können.
C: Eine Stoppuhr (wenn Zeitnahme erwünscht).
D: Wahlweise Hürden oder Hindernisbalken einbauen, Aufgabenzettel pro Station (evtl. Puzzle).

Notwendiges Personal:
A: Eine Person zur Kontrolle (Verwarnung!).
B: Eine Person pro Station (zur Kontrolle), ein Zeitnehmer.
C: Ein Zeitnehmer (oder Einlaufrichter).
D: Eine Person pro Station, ein Einlaufrichter (keine Zeitnahme).

Vorbereitungsmaßnahmen:
A/B/C: Minutenläufe mit Gehpausen.
D: Geländeläufe.

Wertung:
A: 3 Punkte: für alle ohne Pause,
    2 Punkte: für ein- bis zweimal Pause,
    1 Punkt: für mehr als zwei Pausen,
    0 Punkte: für weniger als Hälfte der Laufzeit.
Schülerinnen und Schüler, die 30 Minuten ohne Pause gelaufen sind, haben die Bedingungen des DLV-Laufabzeichens erfüllt.

B: Anzahl der "Transporte"; hier: Wäscheklammern

C: Stoppen der Laufzeit; die Punkteverteilung erfolgt nach der Platzierung; d.h. der Erste erhält 1 Punkt, der Zweite 2 Punkte usw.

D: 3 Punkte: die ersten 20 % (fehlerfrei!),
    2 Punkte: die nächsten 50 %,
    1 Punkt: für die übrige Gruppe.


 

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Kultusminister Konferenz
Deutsche Sportjugend