Die Angebote der Bundesjugendspiele und des Deutschen Sportabzeichens ergänzen sich


Die Durchführung der Bundesjugendspiele mit der Abnahme des Deutschen Sportabzeichnens (DSA) zu verbinden, hat an den Schulen in der Bundesrepublik Deutschland eine lange Tradition.

Wie erfolgreich diese Verknüpfung war und ist, zeigt u. a., dass 75 % aller Sportabzeichen-Abnahmen sich auf die Zielgruppe Kinder und Jugendliche beziehen.

Mit der Reform des Deutschen Sportabzeichens im Jahre 2013 und der damit verbundenen Ausdifferenzierung in drei Leistungsstufen und der grundsätzlichen Überarbeitung des Leistungskatalogs ist ein Teil der Überschneidungen zwischen den Anforderungen in den Bundesjugendspielen und dem Deutschen Sportabzeichen entfallen.

Die Träger der Bundesjugendspiele aber auch des Deutschen Sportabzeichens haben ein großes Interesse daran, mit möglichst vielen qualitativ hochwertigen Angeboten Anreize für Kinder und Jugendliche zu setzen, Bewegungs-, Spiel- und Sportangebote wahrzunehmen. Sie sollen darüber Anregungen erhalten, sich nicht nur möglichst täglich zu bewegen, sondern auch Orientierung für ein lebenslanges Sporttreiben erhalten.

Deshalb ist es durchaus sinnvoll, sowohl die Bundesjugendspiele mit ihrem eigenen Profil als auch das Deutsche Sportabzeichen mit seinem eigenen Markenkern – mehr oder weniger unabhängig voneinander – anzubieten.

Dieses Vorhaben kann für manche Schulen neue organisatorische Herausforderungen mit sich bringen, die in Einzelfällen Überlegungen erfordern, wie ergänzend zum Pflichtangebot Bundesjugendspiele auch die Abnahme des Deutschen Sportabzeichens in einem Schuljahr durchgeführt werden kann.

Bei genauem Hinsehen lässt sich feststellen, dass es nach wie vor möglich ist, die Durchführung der Bundesjugendspiele zu nutzen, um auch Teilen der Leistungsanforderungen des Deutschen Sportabzeichens zu genügen. Beide Formate bieten in einigen Kategorien die Möglichkeiten der Auswahl von Disziplinen. Durch geschickte Auswahl der Disziplinen können durchaus hohe Übereinstimmungen erzielt werden.

Ein Beispiel, wo durch die Auswahl der Distanzen eine Übereinstimmung erzielt werden kann, ist der Sprint. Hier gibt es in der Altersklasse 13 Jahre für Jungen bei den Bundesjugendspielen die Wahl zwischen 50 und 75 m als Distanz. Wenn die Wahl auf die 50-m-Distanz fällt, ist dies die gleiche Leistungsanforderung wie beim Deutschen Sportabzeichen.
Ein weiteres Beispiel für eine vorhandene Übereinstimmung ist die Disziplin Hochsprung. Ab der Altersklasse 10 Jahre wird diese Disziplin sowohl bei den Bundesjugendspielen als auch beim Deutschen Sportabzeichen als Leistungsanforderung aufgeführt. Gleiches gilt für den Weitsprung, wo die Übereinstimmung ab der Altersklasse 10 existiert.

Die als PDF-Datei zum Download bereitgestellte Synopse gibt – geordnet nach Geschlecht und Altersklassen – einen Gesamtüberblick über die Übereinstimmungen in den Disziplinen zwischen Bundesjugendspielen und Deutschem Sportabzeichen.

Diese Synopse soll Anregung und Orientierung geben für die Fälle, in denen aus organisatorischen Gründen sowohl eine Durchführung der Bundesjugendspiele als auch die Abnahme des Deutschen Sportabzeichens als eigenständige Veranstaltung nicht möglich ist.

Erfreulich wäre es, wenn sowohl die Bundesjugendspiele als auch das Deutsche Sportabzeichen jedes Jahr für alle Schülerinnen und Schüler zum Programm in ihrer Schule gehören. Es sollte auch stets daran gedacht werden, diese Veranstaltungen nicht als singuläre Ereignisse zu sehen, sondern die Schülerinnen und Schüler kontinuierlich auf diese Wettbewerbe im Sportunterricht und weitere Angebote des Schulsports vorzubereiten.

Berlin, 01.04.2014

Zum Download der Synopse hier klicken
Leistungskatalog des Deutschen Sportabzeichens Kinder und Jugendliche hier klicken

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