In wenigen Wochen werden der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und seine Mitgliedsorganisationen darüber entscheiden, mit welcher Region sich Deutschland um die Ausrichtung Olympischer und Paralympischer Spiele bewirbt. Schon heute steht fest: Die Sportnation Deutschland ist bereit.
Die Olympischen und Paralympischen Spiele stehen für Werte wie Fairness, Respekt, Leistungsbereitschaft, Teilhabe und Begeisterung – Werte, die ihren Ursprung im Kinder- und Jugendsport haben. Dass immer mehr Menschen, insbesondere Kinder und Jugendliche, Mitglied in Sportvereinen werden, ist ein starkes Zeichen für die Attraktivität des Sports und für seine gesellschaftliche Bedeutung. Der Kinder- und Jugendsport legt das Fundament für eine lebenslange sportliche Biografie und vermittelt zentrale Kompetenzen für Gesundheit, Persönlichkeitsentwicklung und gesellschaftliche Teilhabe. Diese sind in Zeiten zunehmender digitaler Mediennutzung und eines wachsenden Bewegungsmangels besonders wichtig.
Das Jahr 2026 markiert zugleich einen wichtigen Meilenstein in der Bildungslandschaft: Die schrittweise Einführung des gesetzlichen Anspruchs auf ganztägige Förderung und Betreuung für alle Kinder im Primarbereich bietet neue Chancen, Bewegung, Spiel und Sport noch stärker im Alltag von jungen Menschen zu verankern. Dabei kann die Zusammenarbeit zwischen Schulen und organisiertem Sport Kinder frühzeitig für Bewegung, Sport und die Werte des Olympischen und Paralympischen Gedankens begeistern.
Der außerunterrichtliche Schulsport bildet eine wichtige Brücke zwischen Schule und Verein. Durch Kooperationen erhalten Kinder und Jugendliche zusätzliche Möglichkeiten, regelmäßig Sport zu treiben, ihre Stärken zu entdecken und Gemeinschaft zu erleben. Häufig entsteht daraus Engagement – im Schulsport, im Verein oder später als Trainerin, Trainer oder Ehrenamtliche.
In Schulen sind Arbeitsgemeinschaften mit sportlichem Schwerpunkt sowie schulsportliche Wettbewerbe entscheidend für die Entwicklung von Freude an Bewegung, Teamgeist und sportliche Kompetenz. Sie ermöglichen Kindern und Jugendlichen, ihre Fähigkeiten zu entdecken und weiterzuentwickeln.
Die Bundesjugendspiele unterstützen die Lehr- und Bildungspläne der Länder und ermöglichen einen niedrigschwelligen, pädagogisch fundierten Zugang zu Sport und Bewegung. Die Bundesjugendspiele führen Kinder frühzeitig und altersgerecht an die Grundsportarten Leichtathletik, Schwimmen und Turnen sowie sportliche Wettkämpfe heran. Dabei steht der Leistungsvergleich ebenso wie das gemeinsame sportliche Erlebnis im Vordergrund.
Ein wesentliches Merkmal der Bundesjugendspiele ist ihre konsequente Ausrichtung auf die Teilnahme aller Kinder und Jugendlichen unabhängig von ihren individuellen sportlichen Voraussetzungen, Begabungen oder möglichen Einschränkungen. Besondere Leistungen werden gewürdigt. Die vom Bundespräsidenten unterzeichnete Ehrenurkunde drückt eine hohe Anerkennung aus, die sportliches Engagement sichtbar wertschätzt und motivieren soll.
Die Bundesjugendspiele werden kontinuierlich weiterentwickelt und an aktuelle sportwissenschaftliche Erkenntnisse sowie an die sich wandelnden Bedürfnisse und Motive von Kindern und Jugendlichen angepasst. Der Leistungsaspekt bleibt dabei ein zentraler Bestandteil – im Sinne des olympischen Gedankens, sich Ziele zu setzen und über sich hinauszuwachsen. Gleichzeitig stehen Teilhabe und Chancengleichheit im Fokus.
Unser Ziel ist es, dass im Schuljahr 2026/2027 alle Kinder und Jugendlichen an den Bundesjugendspielen mit Freude und Leistungsbereitschaft teilnehmen – als starkes Zeichen für Bewegung, Gemeinschaft und die olympischen und paralympischen Werte in Deutschland.